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Affen kann man doch einfach nur mögen, oder? Sie sind uns so ähnlich und das kann man auch sehr oft sehen. Das fasziniert mich wirklich sehr. Sie haben stets Dummheiten im Kopf. Nicht umsonst heißt ein deutsches Sprichwort: „Ich mach mich doch nicht zum Affen!“ Ich könnte ihnen stundenlang zusehen.

Meine erste Affenbegegnung in freier Natur

Ich reiste 2016 mit einer kleinen Gruppe und meinem Mann durch Kambodscha. Schnell hatte ich eine Verbündete, nein Seelenverwandte, kennen gelernt. Sie war genauso wie ich und mit ihr erlebte ich auch die Erste böse Affenüberraschung. An dieser Stelle noch ein großes Dankeschön, dass wir nach all den Jahren immer noch in Kontakt stehen. Das sind Begegnungen fürs Leben, nicht nur menschliche sondern auch tierische.

Wir fuhren in unseren Tuk Tuks durch Siem Reap. Die Tempelanlage Angkor Wat stand heute auf unserem Programm. Die Bremsen der Tuk Tuks quietschten und wir blieben stehen. Am Wegesrand saß eine ganze Affenfamilie. Ich war hin und weg und musste das unbedingt fotografieren. Meine Seelenverwandte und ich ließen uns nicht zweimal Bitten. Und der Reiseleiter sagte noch: „Geht bitte nicht so nah ran.“ Wir waren aber so entzückt, wie sie da rum lagen und uns beobachteten, dass wir anscheinend doch etwas zu Nah kamen.

Mit einem Mal sprang einer der Affen auf und lief Zähne fletschend blitzschnell hinter uns her. Ich bin wirklich nicht die schnellste, aber meine Instinkte hatten mich nicht im Stich gelassen. Zum Glück ließ der Affe nach ein paar Metern von uns ab. Und ich sage euch, niemand möchte von einem Affen gebissen werden. Sie haben wirklich große und spitze Zähne. Jeder der schon einmal von einer Katze gebissen wurde, weiß wie weh das tun kann. Jetzt stellt euch Katzenzähne vor aber 10 mal so groß oder noch Größer.

Das war unser Adrenalinkick am frühen morgen und unsere erste Affenbegegnung. Ich hatte ab sofort wirklich Respekt vor Ihnen. Bitte haltet einen Sicherheitsabstand und bitte kämpft nicht mit ihnen um eurer Essen. Diesen Kampf werdet ihr immer verlieren.

Die Tempel Affen von Angkor Wat

Endlich an der Tempelanlage Angkor Wat angekommen, folgte schon die nächste Affenbegegnung. Wir waren gerade dabei den Tempel zu betreten, da setzte schon wieder alles in mir aus. Ich beobachtete, wie ein anderer Besucher von einem Affen beklaut wurde. Ich gebe zu, es war auch einfach nicht intelligent, eine offene Mangotüte mit sich rum zu tragen. Nach einem kleinen hin und her gab der Mann schließlich auf und die Affen stürzten sich auf die Mangos.

Ich nutzte die Gelegenheit der Ablenkung für ein Tierisches Foto. Das war ja dann doch ganz schön mutig von mir gewesen, da ich kurz vorher von einem Affen angegriffen worden war. Meine Reisegruppe vermisste mich übrigens schon. Man musste mich wieder einsammeln. Ich hatte alle verloren. Aber das war es mir wert.

Nächtliche Affenattacke in Kep

Ein paar Tage später waren wir in Kep, einem schönen Ort direkt am Meer. Hier nächtigten wir im* The Beach House. Ein tolles kleines Hotel, welches sehr offen gestaltet ist .

Man sagte uns direkt beim einchecken, wir sollen keine Sachen draußen liegen lassen und immer unsere Zimmertüren zu machen. Am nächsten Tag sollten wir wissen warum.

Als wir unser Zimmer bezogen, klemmte unsere Schiebetür. Ich sagte noch zu meinem Mann, dass hier vermutlich die Fliegengittertür reichen würde, doch zum Glück blieb mein Mann hartnäckig und die Tür klemmte nicht mehr.

Nach einem entspannten Tag gingen wir zu Bett. Mitten in der Nacht jedoch hämmerte es laut stark gegen unsere Schiebetür. Mein Herz spürte ich in jeder Ader meines Körpers klopfen. Und wieder und wieder klopfte es, als würde jemand mit der flachen Hand gegen das Glas hauen. Dann plötzlich stille.

Unser Zimmer befand sich im oberen Stock. Wir lauschten und hörten es über uns poltern. Ich dachte sofort, Hilfe da läuft einer über das Dach. Ein weiteres Hämmern riss mich aus meinen Gedanken. Dieses mal kamen die Geräusche aus dem Badezimmer. Auch hier wurde an das Fenstern geklopft. Und dann war es wieder still.

Ich hatte den Rest der Nacht kaum geschlafen. Als ich morgens die Tür aufmachte, sah ich sie. Eine ganze Affenbande balancierte auf den Stromkabeln umher. Einer von ihnen sprang am Pool herum und wurde vom personal verscheucht. Unglaublich, es waren Affen gewesen, sie in der Nacht versucht hatten in unser Zimmer zu gelangen. Zum Glück war mein Mann so erpicht darauf gewesen, die Tür zu schließen.

Die Nachbarn neben uns hatten den Rat des Hotels nicht beherzigt. Sie hatten nun ein paar Schuhe und ein Handtuch weniger. Mich würde wirklich Interessieren, was die Affen mit ihrer neuen Kleidung angestellt haben.