Top

Die Avocado, als Superfood gehypt, lecker und gesund. Ja auch ich liebe Avocados. Sie landen regelmäßig auf meinem Teller, was sich nun definitv ändern wird.

Die grüne Powerfrucht bringt nämlich eine ganze Reihe von negativen Aspekten für Mensch und Umwelt mit sich. Zu schade, ich mag sie nämlich wirklich.

Der Hype als Superfood 

Man findet sie auf unzähligen Instagram Accounts. Dadurch erlangt sie den Status der Wunderfrucht.

Ihr werden viele positive Eigenschaften nachgesagt. Antioxidantien, gesättigte Fettsäuren und Vitamine sind nur einige gesunde Aspekte auf der Liste.

Gerade Sportler schwören auf sie, da sie satt, aber nicht dick macht.

Doch schaut man sich an, was alles hinter dieser tollen Frucht steht, kommt sie nicht mehr so gut weg. 

Der blutige Avocado Krieg in Mexiko

Kaum einer weiß jedoch, dass in Mexiko ein blutiger Krieg aufgrund der Avocado herrscht. 

Mexiko ist der größte Avocadoproduzent. Das machen sich die Drogenkartelle zu Nutzen. Sie schmuggeln nicht nur illegale Substanzen, sondern beuten auch natürliche Ressourcen aus.

Ein trauriges Beispiel

Ein trauriges Beispiel dafür ist, was die Bewohner der Stadt Cheran durchmachen mussten. Cheran liegt keine 300 km von Mexiko Stadt entfernt. Dort lebt das indigene Volk Purepechas.

Die Mafia holze dort 9000 Hektar Kiefernwald ab, um Avocadoplantagen zu errichten. Ladenbesitzer mussten Schutzgelder zahlen und einige Bewohner, die sich quer stellten wurden verschleppt oder direkt hingerichtet.

Von der Regierung konnte man keine Unterstützung erwarten.

So, wie in Cheran, sieht es auch in anderen Teilen des Landes aus.

Hohe Nachfrage = Mehr Kriminalität

Eine einfache Formel lässt sich ableiten: Steigende Nachfrage = höherer Preis = mehr organisierte Kriminalität

Ändern wir nicht unser Konsumverhalten, werden weiterhin Menschen terrorisiert und unser Klima verpestet.

Umweltschäden

Durch den Avocadoanbau wird jährlich sehr viel Fläche an Wald gerodet. 

Ein erhöhter Wasserverbrauch ist vor allem für ein Land, das unter Wasserknappheit leidet, fatal.

Der Einsatz von Pestiziden sorgt dafür, dass Giftstoffe in den Boden sickern.

Und dann muss die Avocado ja auch noch in unseren Supermarkt kommen. Lange Transportwege belasten das Klima immens.

Was kann ich tun?

Wer nicht ganz auf die Avocado auf seinem Speiseplan verzichten kann, was natürlich am besten wäre, kann zumindest auf die Kennzeichnung des EU- Siegels achten. Auch die Herkunft aus einem näher gelegenen Land als Mexiko reduziert zumindest den Co2 Verbrauch etwas. 

Wir sollten die Avocado wieder als die Luxusfrucht betrachten, wie sie es noch vor ein paar Jahren für uns war.

Nur gemeinsam können wir die Welt ein Stückchen besser machen.“