Top

Ich selber bin nicht wirklich gläubig. Dennoch gucke ich mir gerne solche mystischen Orte an. In Montenegro durfte dieses einzigartige Kloster nicht fehlen.

Das Kloster

Das Kloster Ostrog ist eines der bedeutendsten Klöster der serbisch-orthodoxen Kirche. Hier leben heute noch eine Handvoll Mönche.

Lage und Anfahrt

Die Lage ist wirklich einzigartig. Es wurde mitten in den Fels gebaut und schwebt quasi am Abgrund. Es liegt zwischen den Städten Niksic und Danilovgrad. Von Buda aus sind
wir etwa 2 Std mit dem Auto dorthin gefahren und die Fahrt war schon ein Abenteuer für sich. Hoch hinauf geht es in das Gebirge bis zu einem Parkplatz. Von hier muss man weiter zu Fuß einen steilen Treppenweg laufen.

Unterkünfte in der Region Niksic findet ihr* hier.

Geschichte

Das Kloster wurde 1656 vom Metropolit Vasilije Jovanovic gegründet. Nachdem
die Türken das Kloster Tvrdos in Bosnien zerstört hatten und er auch nicht in Niksic sicher war, zog er nach Ostrog. Die Geschichte erzählt, dass er zusammen mit 30 anderen Mönchen, das Kloster hoch am Berg Ostrog bauen wollte, damit dieses uneinnehmbar für die Türken wurde. Er lebte dort bis zu seinem Tod.

Die Gebeine

Wir hatten wirklich keine Ahnung was uns am Kloster erwarten würde und so erschrockener waren wir als wir folgendes sahen. Neben dem Kloster ist ein Eingang zu einer kleinen Höhle. Ich fragte mich schon, warum die Leute hier Schlange stehen. So haben wir uns auch einfach mal dort angestellt. Wir wurden aufgefordert still zu sein.
Als wir die Höhle betraten stand dort ein offener Sarg.

In dem Sarg sah man eine Mumifizierte Leiche. Es waren die Gebeine des
Vasilije Jovanovic.

Er wurde 7 Jahre nach seinem Tod wieder ausgegraben, weil ein Bischof ihn in seinem Traum sah und er darum gebeten haben soll wieder ausgegraben zu werden. Mir lief wirklich ein Schauer über den Rücken. Ich weiß auch nicht wen ich gruseliger fand, den Toten oder den Mönch, der am Sarg Wache hielt.

Besichtigung

Nicht nur die Gebeine in der Höhle, sondern auch das Kloster an sich kann besichtigt werden. Hierbei geht man allerdings nur hinauf auf eine Aussichtsplattform. Die Sicht ist wirklich toll. Ansonsten befinden sich hier nur die Privaträume der Mönche, die man
natürlich nicht zu Gesicht bekommt.

Fazit

Wenn man sehr Gläubig ist oder man sowieso in der Nähe ist, kann man ruhig einen Abstecher hierher machen. Extra dafür den weiten Weg zu fahren, würden wir vermutlich nicht noch einmal machen.

Ich fand den Ort dennoch sehr interessant, wenn auch etwas gruselig.