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Die Geierlay Hängebrücke war bis vor kurzem noch Deutschlands längste Hängebrücke. Mit einer Länge von 360 m ist sie wahrhaft eine imposante Erscheinung. Diesen Titel musste sie 2018, nach nur einanhalb Jahren, an die 458,5m lange Brücke im Harz abtreten.Dennoch lohnt sich der Besuch alllemal.

Lage

Die Geierlay liegt mitten im wunderschönen Hunsrück. Sie verbindet die Dörfer Mörsdorf und Sosberg und überquert das Mörsdorfer Bachtal.

Parken

Sobald ihr in die Nähe des Dorfes kommt ist die Brücke auch schon ausgeschildert. Sämtliche Schilder weisen euch auch den Weg zu Parkmöglichkeiten. Alle wichtigen Infos bekommt ihr hier. Die Parkgebühren betragen 4,00 € für 2 Stunden. Jede weiteren 30 Min. kosten dann 0,50 €.

Tipp: Versucht einen Parkplatz am Besucherzentrum zu bekommen. Hier gibt es eine Toilette und ein paar coole Souvenirs.

Der Weg zur Brücke

Um zu der Brücke zu gelangen müsst ihr noch ein bisschen laufen. Vom Besucherzentrum aus sind es 1,5 km. Je nachdem auf welchem Parkplatz
ihr parkt kann der weg auch über 2 km betragen. Ihr passiert das kleine beschauliche Dorf Mörsdorf. Hier gibt es auch ein Restaurant und Cafe, indem ihr euch stärken könnt.

Ihr verlasst schließlich das Dorf und lauft durch die Felder und dann ein Stück in den Wald. Und dann, tadaaa, da ist sie nun. Oh mein Gott, dachte ich nur. Ich hatte schon die ein oder ander Brücke in Nepal überquert aber das war dann doch irgendwie anders. Für den Bau  der Brücke waren aber tatsächlich Brücken aus Nepal das Vorbild. Zu eurer Beruhigung, die Geieray ist auf jeden Fall besser gesichert.

Mein Tipp: Versucht so früh wie möglich dort zu sein oder zum Sonnenuntergang, denn es wird hier richtig voll. Zudem empfehle ich euch die Brücke Wochentags zu besuchen.

Die Geierlay

Das einzige was mich beruhigte war, dass die Brücke keinen Lochboden hat. Ich bekämpfe gerade meine Höhenangst und ich war ganz schön aufgeregt. Einmal durchatmen und dann ging es los. Schlimm fand ich eigentlich nur den ständigen Gegenverkehr. Gerade in der Mitte wackelt die Brücke ganz schön doll. Man muss sich wirklich festhalten.

Mir kamen viele ängstliche Gesichter entgegen. Einige drehten auch auf halber Strecke wieder um. Das kam für mich nicht in Frage. Ich wollte meine Angst bekämpfen und hatte es tatsächlich geschafft. Was ein Gefühl 100m über dem Boden zu schweben und das in einer mehr als wackeligen Angelegenheit. Die Aussicht ist übrigens echt toll.

Auf der anderen Seite

Auf der anderen Seite angekommen könnt ihr euren Mut mit einem Armband belohnen. Oder kauft euch ein Eis am Eiswagen und genießt für einen Moment den Blick auf die Brücke . Wer will, kann den Weg über die Brücke zurück gehen. Dies ist der schnellste und wohl auch einfachste Weg. Für alle die noch nicht genug haben, empfehle ich die Wanderung durch das Tal zurück auf die andere Seite.