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2017 gönnte ich mir mit einer Freundin einen Urlaub in der
Dominikanischen Republik. Um dem ganzen All In Hotelwahnsinn in Punta Cana zu entfliehen buchten wir eine Tour auf die Isla Saona. Ob sich die Hotelflucht gelohnt hat? 

Bayahibe

Früh morgens wurden wir eingesammelt und mit dem Bus nach Bayahibe gebracht. Die Fahrt dauerte über eine Stunde. In Bayahibe angekommen sah man schon den Unterschied zum Playa Bavaro. Hallo türkisfarbenes karibisches Meer. Die See wirkte ruhig. Hier war irgendwie alles so entspannt.

Straßenverkäufer kamen direkt auf unsere Gruppe zu und wer seinen Sonnenhut vergessen hatte, konnte sich hier noch schnell eindecken. Wir mussten unsere Schuhe ausklopfen und in ein kleines Zubringer Boot steigen. Dieses brachte uns dann zu einem Katamaran.

Mit dem Katamaran auf die Insel

Schiff fahren ist wirklich nicht mein Highlight. Ich werde so schnell Seekrank und auch dieses Mal pumpten wir uns mit Medikamenten voll um das schlimmste zu verhindern. Wir hatten uns zum Glück einen der Schattenplätze ergattern können.

Die Übelkeit hielt sich in Grenzen. Genießen konnten wir die 1 ½ stündige Fahrt zur Isla Saona trotzdem nicht.

Wir kamen uns vor wie auf einem Partyboot. Hier wurde wirklich von 0 versucht die Stimmung auf 100 zu bringen. Unzählige alkoholische Drinks gingen über die Theke. Wir nippten an unserem Wasser und betrachteten das ganze Spektakel. Die Musik war ohrenbetäubend laut. Karibische Klänge animierten die Leute zu tanzen. Die Crew riss so
ziemlich jeden aufs Tanzparkett. Nur uns ließen sie zum Glück in Ruhe. Vielleicht sah man uns an, dass es uns nicht so gut ginge.

Wir waren glücklich, als wir endlich Land sahen. Einsame, von Plamen gesäumte Strände soweit das Auge reicht. Es sah so wunderschön aus.

Isla Saona

Endlich kamen wir dann auch auf der Isla Saona an. Hier gab es leider keine einsamen Strände. Wir mussten schnell sein, um uns einen Platz im Schatten zu sichern. Hier legen nämlich mehrere Boote an. Es war an die 35 Grad heiß. Im Wasser zu baden machte leider keinen Spaß. Das Wasser war aufgewühlt und einfach nur warm.

Nach dem Barbecue am Strand, was ganz ok war, erkundeten wir ein wenig die Insel und fanden dann doch noch ein einsames Fleckchen. Hier ließ es sich aushalten.

Sandbank mit Riesenseesternen

Leider hielten wir uns nur 3 Stunden auf der Insel auf. Mit einem Speedboot
fuhren wir 15 Minuten zu einer Sandbank. Gefühlt hielten wir mitten im Meer, aber hier konnte man tatsächlich stehen. Endlich konnten wir unsere Schnorchelausrüstung raus holen. Und da lag dann auch ein Riesenseestern auf dem Grund. Das war wirklich unser Highlight dieses Tages.

Fotowahnsinn

In den Jahren zuvor kamen immer mehr Touristen zu diesem Ort. Jeder wollte ein Foto mit einem dieser tollen Seesterne. Dazu wurden die empfindlichen Tiere aus dem Wasser gehoben, für das perfekte Urlaubsfoto. Dies hatte zur Folge, dass der Bestand drastisch zurückging, da die Seesterne nach einer gewissen Zeit an der Oberfläche sterben.

Mittlerweile stehen sie unter Schutz. Wird man beim rausheben der Seesterne erwischt muss man ein Strafe zahlen. Mich hat das ganze ganz schön traurig gemacht.

Rückreise

Mit dem Speedboot waren wir dann schnell wieder in Bayahibe angekommen,
wo wir schon von unserem Bus erwartet wurden.

Für uns war der Ausflug eher eine Tortur als Entspannung und mit 99 $ pro Person auch noch sehr kostspielig. Wir hatten uns am Ende des Tages auch gewünscht lieber ein Hotel in Bayahibe gehabt zu haben, als in Punta Cana. Wir sind dann halt doch eher die individuellen Reisenden.

Erfahrt mehr über unseren Ausflug auf die Isla Saona mit Partyboot und Karibikfeeling. Highlight waren die riesigen Seesterne.