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Was fällt dir als aller erstes ein, wenn du an Argentinien denkst? Ich denke irgendwie sofort an Tango und Fußball. Vielleicht geht es dir ja genauso wie mir. Ich habe mich 2018 auf meiner Reise durch Argentinien mal vor Ort im Viertel La Boca in Buenos Aires umgesehen und es gehört für mich zu den interessantesten Orten der Stadt.

La Boca in Buenos Aires

La Boca ist ein Arbeiterviertel, östlich gelegen, in der Metropole Buenos Aires.

Das Viertel wurde Ende des 19. Jahrhundert vor allem von Einwanderern aus Italien und Spanien bewohnt, welche vor allem in der Industrie gearbeitet haben. Argentinien und vor allem Buenos Aires war mit den Einwandererströmen irgendwann überfordert und lehnte die Immigranten ab. Es gab zu wenig Arbeit und zu wenig Ansehen. Die Einwanderer verloren sich in Kriminalität, Illegaler Glücksspiele, Bordellen und der Musik.

Wie komme ich dort hin?

Es gibt drei Möglichkeiten nach La Boca zu gelangen. Ihr könnt natürlich ein Taxi nehmen, die lokalen Busse benutzen oder eine Tour mit dem Hop-On-Hop-Off Bus.

Tango

Zwischen 1850 und 1880 soll in diesem Stadtteil demnach der Tango entstanden
sein. Ein Tanz, zusammengemixt aus schwarzen, kreolischen und spanischen Elementen, der leicht anrüchig aber dennoch elegant wirkt. Eine echte Legende in Argentinien ist Carlos Gardel. Er ist der berühmteste Tangotänzer der Welt und starb 1935 bei einem Flugzeugabsturz.

Caminito

Caminito ist eine etwa 100m lange Fußgängerzone im Stadtteil La Boca. Hier
sind die Häuser einfach nur bunt. Viele, vor allem Peruanische Straßenverkäufer und Künstler haben sich hier nieder gelassen und Verkaufen tolle Sachen. Ihr könnt euch hier hervorragend in eines der Lokale setzen und den Tangotänzern zu schauen. Die gibt es hier nämlich wirklich an jeder Ecke. Ich mag diesen am Hafen gelegenen Ort, auch wenn er total touristisch ist und gehört irgendwie zu einem Aufenthalt in Buenos Aires dazu.

Fußball

Ich hatte den Auftrag, meinem Fußballbegeisterten Bruder ein T-Shirt von
den Boca Juniors mitzubringen. So war klar, dass wir Halt am Stadion machen mussten. Unser Gastvater in Argentinien, welcher natürlich Boca Junior Fan ist, hat uns schon einiges über das Viertel erzählt. Vor allem als Frau sollte man hier nicht alleine durch die Nebenstraßen schlendern und erst Recht nicht, wenn ein Fußballspiel stattfindet.

Mit entsprechender Vorsicht stiegen wir also aus dem Bus aus und besorgten das T-Shirt. Hier reiht sich ein Fanshop an den anderen. Maradonna, ebenfalls eine argentinische Legende ist allgegenwärtig. Das Stadion „La Bonbonera“ heißt übersetzt Pralinenschachtel. Im Moment der Gründung fuhr ein schwedisches Schiff hier vorbei. Deshalb erhielt es die Farben Gelb und Blau. Ihr könnt das Stadion besichtigen. Weitere Infos dazu findet ihr hier.

Sicherheit

Wie gerade schon beschrieben, sollte man gerade als Frau nicht die touristischen Nebenstraßen verlassen. Es ist ein wirklich armes Viertel, was auch meist immer Kriminalität bedeutet. Nach Einbruch der Dunkelheit solltet ihr euch hier auch nicht mehr aufhalten.

Ich kenne einige Männer die keine Probleme hatten einfach durch das Viertel zu laufen. Das muss am Ende jeder für sich selbst entscheiden. Manchmal lohnt es sich wagemutig zu sein, anderseits rate ich euch hier wirklich ab und das wird auch so ziemlich jeder Einheimische euch raten. Wachsam solltet ihr aber auch auf den Touristischen Straßen sein. Hier wollte man mich direkt am ersten Tag beklauen. Demnach solltet ihr
auch eure Wertsachen im Hotel lassen und nur das nötigste mitnehmen.

Fazit

Ich bin der Meinung, dass man dieses Viertel unbedingt gesehen haben muss wenn man in Buenos Aires ist. Es ist zwar touristisch, hat aber dennoch seinen Charme und die besonderen Reize nicht verloren.