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Während unserer Nepal Rundreise besuchten wir den Ort Lumbini. Nur 6km von der Indischen Grenze entfernt liegt der Geburtsort von Siddhartha Gautamas, des Begründers des Buddhismus. Man sagte uns, jeder Buddhist sollte einmal in seinem Leben hierher pilgern und die Geburtsstätte Buddhas erleben. Schon auf dem Weg zum Hotel merkte man, dass man in unmittelbarer Nähe Indiens ist. Woran man das merkte erfahrt ihr während des Artikels.

Die Straßen von Lumbini

Auf den Straßen in Lumbini herrscht ein reger Verkehr. Zwischen Fahrrädern, Autos, Mopeds und TukTuks gehen Kühe ihrer Wege. Es ist laut, staubig aber nicht ganz so stressig wie in anderen Teilen Nepals. Hier und da mal ein kleiner Kiosk oder Restaurant. Das war es. Mehr als die Geburtsstätte und den Friedenspark hat Lumbini nicht zu bieten.

Der Friedenspark

Rund um den Geburtsort Buddhas wurde ein Friedenspark mit 64 Tempelanlagen errichtet von 64 Nationen um Lord Buddha zu ehren.  Im Friedenspark herrscht vor allem eins: Frieden und Ruhe. Ein Ort um Kraft zu tanken.

Der Eintritt generell ist kostenlos. Nur wenn du den Maya Devi Tempel ( Geburtsstädte Buddhas ) besichtigen möchtest musst du als Ausländer Eintritt bezahlen. Möchtest du deine Kamera mit nehmen und dort auf dem Gelände Fotos machen musst du auch dafür zahlen. Auch der Zutritt zum Sacred Garden kostet.

Das gesamte Pilgerzentrum gehört seit 1997 zum UNESCO Weltkulturerbe.

Eintrittspreise

Wie gerade schon erwähnt musst du als nicht Ortsansässiger folgende Preise zahlen:

Sacred Garden: 500 Rupien

Fotografieerlaubnis für den Maya Devi Tempel: 200 Rupien

Mein Tipp: Erkunde das Gelände mit dem Fahrrad. Achtung: Unbedingt vorher den Drahtesel testen, manche sind schon ziemlich klapprig. Kosten: 200 Rupien für den ganzen Tag.

Sacred Garden

Der Sacred Garden erstreckt sich rund um den Maya Devi Tempel. Möchtest du den Geburtsstein Buddhas ansehen kommst du automatisch durch den Sacred Garden. 

Du musst deine Schuhe ausziehen. hierfür gibt es extra Schließfächer. Du gehst Barfuss oder in Socken. Auf dem Gelände gibt es viele tolle Bäume, die dir den fehlenden Schatten spenden. Es ist ein Ort der Ruhe. Tibetische Gebetsfahnen flattern im Wind und der Duft von Räucherstäbchen steigt dir in die Nase. Meditierende Mönche machen das spirituelle Flair perfekt. 

Maya Devi Tempel - Die Geburtsstätte Buddhas

Von unserem Hotel liefen wir zu Fuß zu der Anlage. Auch die ersten Mönche tauchten auf. Hier war alles schön grün und es wirkte fast friedlich, wenn man nicht jedes Mal Erschrak, wenn man nach rechts und links blickte. Große Spinnen hingen überall in ihren Netzen. Ich fand sie sehr faszinierend, aber sogleich hatte ich auch echt Respekt.

Es gab auf dem Gelände ein Büro, an dem man Tickets kaufen musste. Wir stellten uns an und neben mir in einem kleinen Wassergraben guckte mich doch eine kleine Schlange an. Bis ich meine Kamera startklar hatte, war sie aber leider schon verschwunden.

Nach dem Ticketkauf hieß es dann Schuhe aus. Es gab eine Sammelstelle und dann ging es Barfuß weiter. Ich muss gestehen, mir ging es besser mit Socken.

Auf dem Gelände angekommen wehten tausende tibetische Gebetsfahnen im seichten Wind hin und her. Was ein schöner Anblick. Alles wirkte unglaublich harmonisch.

Der Geburtsstein

Es war der heißeste Tag unserer Rundreise bei fast 40 Grad. Hunderte Menschen standen an um den Geburtsstein Buddhas zu sehen. Ich sage euch, wenn ich Stein sage, dann meine ich Stein. Ja es ist tatsächlich einfach nur ein Stein, umhüllt von Räucherstäbchen und Geld. Vom Stein selber sieht man eigentlich nichts. Muss man das gesehen haben? Ich weiß es nicht. 

Möchtest du den Stein dennoch sehen benötigst du eine große Portion Geduld und einen guten Sonnenschutz. Keine Luft zum Atmen, Hitze, Gedränge und ein kurzer Blick auf einen kaum erkennbaren Stein. Das wars. Was hatte ich erwartet? Zumindest eine entspanntere Besichtigung.

Indische Schulklassen

Die Anlage ist auch ein sehr beliebtes Ausflugsziel von indischen Schulklassen. Es tummelte nur so dort von ihnen. Und dann merkte man, dass man nahe Indien ist. So ziemlich jeder wollte ein Foto mit uns Europäern. Frauen mit blonden Haaren wie ich waren da besonders beliebt. Nach dem ungelogen 50. Selfie tat mir das Gesicht vom
Grinsen weh und ich wollte nur noch flüchten. Von Entspannung keine Spur mehr. Ich möchte gar nicht wissen auf wie vielen Profilen der sozialen Medien ich nun zu sehen bin.

Was ich daraus gelernt habe? Ich möchte auf gar keinen Fall berühmt sein. Ich habe mich wirklich verfolgt gefühlt. Kaum auszumalen wie es den Stars und Sternchen so geht.