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Viele haben den Traum, den 8848m höchsten Berg der Welt zu erklimmen. Als ich das Erste Mal in Nepal war und den Mount Everest sah, hatte auch er mich fasziniert und in
seinen Bann gezogen.

Ihn zu besteigen? Daran denke ich nicht einmal im Traum. Jedes Jahr sterben dort oben so viele Menschen. Warum tut man sich so etwas an?

Die Saison

Die Saison, um den Mount Everest zu besteigen ist sehr kurz. Es handelt sich um wenige Wochen im Mai. Wenn dann noch schlechte Wetterverhältnisse den Aufstieg erschweren bricht ein schnelles Chaos aus, wenn zu viele Menschen gleichzeitig auf den Gipfel wollen.

Die teure Lizenz

Wer auf den Berg möchte muss sich eine Lizenz erkaufen. Diese ist mit
11.000 US-Dollar kein Schnäppchen. Es gibt keine Begrenzung und hier
liegt genau das Problem. Zudem werde nicht überprüft, ob jemand für den Aufstieg geeignet ist. Wer zahlt, erhält die Lizenz und darf hinauf.

Für die Regierung ist dies natürlich eine wichtige Einnahmequelle und
der Profit ist wichtiger als das Leben der Menschen. Nach Schätzungen
bringt der Mount Everest Tourismus rund 300 Millionen Dollar ein.

Massentourismus

Mittlerweile ist es ein echter Trend geworden Berge zu besteigen. Je höher und
gefährlicher, desto besser.

Leider hat dieser Massentourismus auch vorm Mount Everest nicht Halt gemacht. Menschen riskieren nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das der Sherpa. Wenn man es doch wieder hinunter geschafft hat, bleibt ein Haufen Müll zurück in der Natur.

Umweltfreundlich ist das absolut nicht. Dabei sollte man doch meinen, das es alle Naturfreunde sind die es lieben sich in dieser Landschaft aufzuhalten.

Überfüllte Todeszone

Die Todeszone tritt auf 7500 Höhenmetern auf. Zu viele Touristen haben im Jahr 2019 dazu geführt, dass während einer Saison 11 Menschen ihr Leben verloren haben.

Es kommt zu regelrechten Schlangen. Die Bergsteiger müssen dabei mehrere Stunden ausharren und verlieren von Minute zu Minute bedeutende Kraft. Auch unerfahrene Bergsteiger behindern dadurch andere und es kommt schnell zum Unglück.

Eisiger Friedhof

So faszinierend und schön der Mount Everest auch ist, ist er ein großer eisiger Friedhof. Dort läuft man wahrhaftig über Leichen. Tote, die nie geborgen werden konnten. Ein ganz schön makaberer Aufstieg.

Die Müllhalde

Viele Touristen hinterlassen auch eine Menge Müll. Diesen nehmen sie nicht mit zurück. Das erledigen die Sherpas zum Teil nach der Saison. Für die Sherpas ist das Lebensgefährlich. Aber wen interessiert nach so einer Tour schon das Leben anderer und wer macht sich Gedanken über die Umweltverschmutzung am Berg?

2019 wurden demnach 10.000 kg vom Mount Everest transportiert und dabei
auch noch 4 Leichen gefunden. Besonders eklig ist, dass viele der Bergsteiger ihre Tüten mit Kotexkrementen zurück lassen. Gekostet hat das ganze an die 200.000 Dollar.

Es ist ja nicht so, dass Nepal nicht an sich schon ein echtes Müllproblem hat. Verdreckte Flüsse und Kinder die in Bergen voll Müll spielen sind mir auf meiner Reise häufig begegnet.

Fazit

Werden die Lizenzen und der Tourismus am Mount Everest nicht eingedämmt, werden weiterhin viele Menschen sterben und viel Müll produziert. Dann hat auch schon in naher Zukunft der Mount Everest seinen Zauber und Glanz verloren.

Nur gemeinsam können wir die Welt ein Stückchen besser machen.“