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Reisen ist eine der schönsten Dinge auf der Welt. Unbekannte Orte erkunden, andere Kulturen kennen lernen und Erinnerungen schaffen. All das macht Reisen doch irgendwie aus.

Blöd nur, dass Reisen aber auch eine große Klimabelastung darstellen. Ich reise wirklich sehr viel und oft plagt mich ein schlechtes Gewissen.

Daher versuchen wir immerhin stets unseren Co² Ausstoß zu kompensieren. Die einen würden bestimmt nun sagen, gar nicht fliegen wäre besser. Da gebe ich euch vollkommen Recht. Ich bin aber auch der Meinung, dass nicht jeder extrem für das eine oder das andere sein muss und das kompensieren von Flugreisen immer noch besser ist als es nicht zu tun.

Die Art der Reise macht den Unterschied

Mittlerweile habe ich gelernt, dass man auch andere Arten von Reisen unternehmen kann. Es muss nicht immer die Fernreise sein.

Ich lebe in Deutschland und kenne nicht alle Ecken meines Landes. Oft verbergen sich die größten Abenteuer vor der eigenen Haustür, doch wer kommt schon auf Idee in der Nähe Urlaub zu machen? Irgendwie benötigen wir im Kopf eine gewisse Distanz zum Wohnort um ganz und gar abschalten zu können. Vielleicht müssen wir in dieser Hinsicht unsere Denkweise hinterfragen und uns bewusst machen was wir eigentlich benötigen um Urlaub zu erleben.

Beispielsweise ist eine Reise mit dem Zug durch Deutschland viel Klimafreundlicher, als mit dem Auto zu fahren. Eine Woche Campingurlaub in Europa ist Klimafreundlicher, als ein Flug nach Mallorca.

Kreuzfahrten sind das schlimmste Übel und nicht nur im Co² Ausstoß.

Bei Flugreisen wird auch immer ganz besonders auf das ausgestoßene Co² hingewiesen, doch gibt es einige weitere Schadstoffe, die unsere Umwelt belasten, wie z.B. Rußpartikel und Stickoxide. Auf der Seite von atmosfair findet ihr darüber ein tolles Schaubild und weitere Infos.

Der Atmosfair Airline Index

Der Co² Ausstoß beim Fliegen ist von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft unterschiedlich. Es hängt von einigen Faktoren ab, wie z.B. die Bestuhlung des Fliegers ist und wieviel Sprit verbraucht wird. Auch die Auslastung an Passagieren und der Fracht spielt hierbei eine Rolle. Jedes Jahr veröffentlicht atmosfair einen Index mit den klimaeffizientesten Fluggesellschaften. Ein Blick lohnt sich auf jeden Fall.

Was kann ich tun?

Für alle, die nicht ganz auf Reisen verzichten möchten, können dennoch etwas tun und auch hier meine ich wirklich, etwas zu tun ist besser als nichts zu tun.

Co² Kompensation

Auf atmosfair könnt ihr eurern Co² Verbrauch kompensieren, in dem ihr Geld bezahlt. Ihr habt hierbei die Wahl, einen Flug zu kompensieren oder eine bestimmte Menge an Co2. Ebenfalls könnt ihr wählen, ob ihr einmal oder regelmäßig Spenden wollt.

Ein weiterer empfehlenswerter Anbieter ist myclimate. Euer kompensiertes Geld fließt in Klimaprojekte.

Reiseplanung

Fragt euch bei eurer nächsten Reiseplanung, was ihr eigentlich braucht um Urlaub zu machen und schaut wenigstens nach Alternativen. Wie wäre es mit einem Campingurlaub oder mit dem Zug durch Europa? Ein besonderes Abenteuer wäre auch eine Fahrradreise mit dem Zelt. Es gibt viele tolle Ideen und die sind ganz bestimmt super individuell.

Muss es wirklich der Wochenendtrip nach Barcelona sein mit dem super günstigen Flugschnäppchen oder gibt es andere Alternativen?

Reisegepäck

Achtet auf die Menge eures Reisegepäcks. Fragt euch, was ihr wirklich benötigt? Je schwerer euer Gepäck ist, desto mehr Co² wird ausgestoßen. Mit leichtem Gepäck reist es sich also doppelt gut.

Klimafreundliche Reiseveranstalter

Es gibt mittlerweile viele klimafreundliche Reiseveranstalter. Eine Liste findet ihr ebenfalls auf der Seite von atmosfair. Hier werden häufig schon die Co² Belastungen mit eingerechnet in den Reisepreis.

Schlusswort

Ich möchte niemandem das Reisen und schon gar nicht das Fliegen verbieten, sondern einfach zum Nachdenken anregen. Co² zu kompensieren finde ich eine gute Sache, da es eben besser ist als gar nichts zu tun. Am Ende ist aber jeder selbst für sein Handeln und sein Gewissen verantwortlich.

Lasst uns gemeinsam versuchen die Welt ein Stück besser zu machen und aufhören über anderes Verhalten zu urteilen, ohne unser eigenes in Frage zu stellen.