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Inhalt

Die Wanderung auf dem Felsenpfad in den Gerolsteiner Dolomiten ist eine Teilstrecke der Wanderung Gerolsteiner Acht. Das zweite Stück ist die Wanderung auf dem Keltenpfad. Im Winter ist es eine etwas rutschige Angelegenheit, wenn die Wege verschneit sind. Du solltest dir also gutes Schuhwerk unter die Füße schnallen. Im Sommer muss die Route traumhaft schön sein. Die Tour ist meiner Meinung nach aber auch ganzjährig ein absolutes Wandererlebnis. Nimm dir ruhig einen Tag für diesen Rundwanderweg Zeit. Angegeben ist die 8,7km lange Strecke mit vier Stunden. Mit ein paar Pausen zum Verschnaufen oder Aussicht genießen haben wir sechs Stunden gebraucht.

 

Wanderhighlights auf dem Felsenpfad

  • Vulkankrater Papenkaule
  • Buchenlochhöhle
  • Panoramablick „Munterley-Plateau“
  • Kasselburg / Adler- und Wolfspark
  • Kletterfelsen Hustley

Wir starten am Parkplatz und überqueren die Eisenbahnstrecke über die Brücke. Du findest überall die gelbe Beschilderung Vulkanpfad / Felsenpfad. Wenn du immer dieser Beschilderung nachläufst, kannst du den Weg gar nicht verfehlen. Ein Anstieg bringt dich direkt zum ersten Highlight auf der Wanderung. Verschiedene Informationstafeln liefern dir entlang der Route Auskünfte über das Gebiet.

Panoramablick "Munterley-Plateau"

Oben angekommen musste ich mich zuerst etwas entkleiden. Der Anstieg war dann doch ganz schön schweißtreibend. Der Panoramablick vom 500m hohem Munterley Plateau ist dafür wahnsinnig erholsam. Hier machten wir die erste kleine Pause zum Akklimatisieren und genossen die tolle Aussicht über Gerolstein und das Kylltal.  Die Häuser sahen von hier oben wie Spielzeuge aus. Ich kann mich ja schnell in solchen Weitsichten verlieren und gedankenfrei einfach nur dasitzen. Perfekt um den Kopf freizubekommen. Zu lange wollten wir aber dann doch nicht dort sitzen und haben uns weiter durch den Wald getrieben, immer dem Felsenpfad hinterher. Hier und da blitzten einzelne Sonnenstrahlen durch das Geäst, was zu einer märchenhaften Atmosphäre beitrug.

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Buchenlochhöhle

Der Weg führt wieder ein Stück bergab. Gleich rechts hinter einem Felsen liegt ganz unscheinbar die Buchenlochhöhle versteckt. Über eine Holztreppe gelangst du in das Inne der Höhle. Im Idealfall hast du eine Taschenlampe oder Stirnlampe dabei. Die Buchenlochhöhle ist eine Karsthöhle, dessen Ursprung sie der kalklösenden Kraft des fossilen Regen- und Grundwassers. Nicht nur der Mensch, sondern auch Tiere suchten in der Höhle Schutz seit der Eiszeit.

Zu lange wollten wir uns in der Höhle nicht aufhalten. So zogen wir weiter durch den Wald zu einer Lichtung.

 

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In der Buchenlochhöhle

Vulkankrater Papenkaule

Einen Vulkankrater hatte ich hier echt nicht erwartet. Er war unverkennbar, obwohl er mit einer weißen Zuckerschicht bedeckt war. Die Sonne hüllte den Vulkankrater Papenkaule in die perfekte Kulisse für eine Mittagspause. Die Beine am Kraterrand runterbaumelnd saß ich dort, ließ mir die Sonne ins Gesicht scheinen, während ich mich für den weiteren Fußmarsch stärkte. Der Vulkankrater Papenkaule ist  ca. 80 m breit und 20 m tief.

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Vulkankrater Papenkeule

Kasselburg mit Adler- und Wolfspark

Irgendwann kamen wir an eine Straße. Diese musst du überqueren, um auf dem Felsenpfad weiter zu wandern. Wer mag kann aber auch einen Stopp an der Kasselburg einlegen. Der integrierte Adler- und Wolfspark ist ein Highlight für die ganze Familie. Die Kasselburg ist ein Relikt aus dem 20. Jahrhundert. Neben einer vielzahl an Greifögeln beheimatet die Burg das größte Wolfsrudel Westeuropas. Alle Infos zum Adler- und Wolfspark findest du auf der Website.

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Kasselburg

Kletterfelsen Hustley

Bevor es wieder steil bergab geht, kommen wir an dem Kletterfelsen Hustley vorbei. Einige mutige Kletterfans erklommen gerade die Felswand. Da wird mir schon beim Zugucken ganz schwindelig. Kletterer haben hier auf jeden Fall ihre Freude. Um die Felsen zu erklimmen ist jedoch eine Klettererlaubnis von Nöten.

Felsenpfad

Glücklich und mit müden Beinen schlenderten wir an der Hauptstraße vorbei zurück zum Parkplatz. Einen letzten Blick wagte ich noch auf die Felsen der Gerolsteiner Dolomiten, die gerade in der Abendsonne richtig schön beleuchtet wurden. Der Mond hing schon ganz pittoresk über der Kulisse im Himmel. Ein toller Wandertag ging zu Ende.

Rundwanderung Felsenpfad auf einen Blick

Strecke: 8,7 km

Dauer: ca. 4 Stunden

Schwierigkeit: Mittel

Start- und Ziel: Touristeninformation im Bahnhof Gerolstein

Parken: Am Kyllufer

Tipp 2