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Ich reiste erst vor Kurzem durch Südafrika und bekam die Wasserknappheit überall zu spüren. Das Thema begegnete mir in jedem Hotel und jeder Stadt die ich besuchte.

Als ich dann noch erfuhr, dass Bauern mittlerweile Selbstmord begehen, beschloss ich diesen Beitrag zu verfassen.

Eine Folge des Klimawandels

Wasserknappheit in Südafrika ist eine eindeutige Folge des Klimawandels. Viel zu lange Dürreperioden trocknen das Land regelrecht aus.

Andererseits kommt es aber auch vermehrt zu schlagartigen Regengüssen, die verheerende Überschwemmungen mit sich bringen. Das Wetter ist mittlerweile extrem und spielt verrückt.

Es sind die Extreme die den Menschen zu schaffen machen. Ein normales Wetter gibt es schon lange nicht mehr und das merkt man auch bei uns in Deutschland. Am schlimmsten ist jedoch das in allen Fällen viele ihr Leben lassen müssen.

Der Selbstmord der Bauern

Ich war so schockiert, als ich davon hörte. Die Dürre treibt die Bauern regelrecht in den Selbstmord. Das Vieh verendet, da keine Nahrung und kein Wasser zur Verfügung stehen. Die Bauern verlieren ihre Existenz und wissen nicht mehr weiter. Selbstmord ist hier ihr letzter Ausweg.

Diese Auswirkungen wurden auch schon in anderen Ländern wie Indien und Australien beobachtet.

Focus veröffenttlichte hierzu einen lesenswerten Artikel. Mittlerweile versuchen vor allem die Frauen der Bauern durch den Verkauf von Kunsthandwerk und Keksen, Geld für Tierfutter zu verdienen.

Laut einer Umfrage leidet jeder zweite Farmer unter Depressionen und Existenzängsten. Jeder zweite Südafrikaner lebt in Armut und die Zahl ist weiter steigend.

Maßnahmen in Hotels

In Port Elizabeth besispielsweise wurden im Hotel die Stöpsel der Badewannen aus den Zimmern entfernt. Den Stöpsel kann man sich selbstverständlich an der Rezeption abholen, wenn man unbedingt baden möchte. An der Rezeption wir einem dann vor Augen geführt wieviel Wasser eine volle Badewanne und eine normale Dusche verbraucht.

Veranschaulicht wird dies mit aufeinander gestapelten Wasserflaschen. Das Ergebnis könnt ihr euch denken. Wer jetzt noch den Stöpsel für die Badewanne fordert hat das Problem nicht verstanden.

Wasserrecycling

Was mich positiv überrascht hat ist, dass vor allem für die öffentlichen Toiletten recyceltes Wasser für die Toilettenspülung benutzt wird. Ich gebe zu, es war beim ersten Mal sehr komisch dreckiges Wasser beim Spülen zu sehen, aber hey, es ist eine Toilettenspülung. Da kann es wirklich egal sein, welche Farbe das Wasser hat.

Händedesinfektion statt Hände waschen

Fast überall kann man sich die Hände desinfizieren. Mit großen Plakaten wird darauf aufmerksam gemacht, dass man so ebenfalls Wasser sparen kann. Die Hände zu desinfizieren statt zu waschen ist gewöhnungsdürftig, hat aber den selben Effekt.

All diese Maßnahmen sind eine Folge des Klimawandels. Ob sich das Problem beheben wird, wohl kaum, denn das Wetter wird auch zukünftig extrem bleiben.

„Nur gemeinsam können wir die Welt ein Stückchen besser machen.“