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Im Februar 2019 reiste ich mit einer Freundin durch Argentinien. Auf unserer Rundreise machten wir Halt in El Calafate, einer kleinen Stadt in der Provinz Santa Cruz in Patagonien.

Am Flughafen

Am Flughafen könnt ihr euch einen Transfer zum Hotel und wieder zurück buchen. Einfach an den Bus Schalter gehen. Der Flughafen ist so klein, das könnt ihr gar nicht verfehlen. Der Transfer hin und zurück ist günstiger als eine einfache Fahrt. Zusammen kostet das Ticket ca. 15 €. Ihr werdet bis zu eurem Hotel gebracht und dort auch wieder abgeholt. Bei uns hat alles wunderbar geklappt.

Das Hotel

Übernachtet haben wir im Hotel *Hosteria Lupama. Das Hotel liegt etwas außerhalb auf einem Hügel. Uns hat das nicht gestört und sind einfach 15 Minuten in die Stadt gelaufen oder mit dem Taxi gefahren. Dafür ist es dort sehr ruhig. Das Hotel ist toll eingerichtet, die Zimmer sauber und geräumig und das Personal sehr nett und hilfsbereit. Etwas näher Richtung Stadt gibt es auch ein schickes Hostel. Wir kamen einen Abend daran vorbei und haben uns das ganze mal angeguckt. Das Personal ist super. Man hat uns dort geholfen eine Tour zu buchen, obwohl wir gar keine Gäste waren. Hotels in El Calafate findet ihr* hier.

Die Stadt

El Calafate ist eine sehr schöne, fast schon niedliche Stadt. Hier gibt es viele Läden, einen riesigen Supermarkt und viele Restaurants und Bars. An der Hauptstraße entlang findet ihr auch viele Agenturen, die Touren und Ausflüge anbieten. Preislich konnten wir keine großen Unterschiede feststellen.

Es lohnt sich aber auch in die Nebenstraßen zu gucken, wo weitere nette Lokale auf euch warten.

Tipp: Die El bar. Hier kann man morgens frühstücken, mittags bei Kaffee und Kuchen oder einem Mate Tee verweilen oder zu Abend essen, wobei sich da die Karte auf einige aber sehr leckere Salate beschränkt. Nachdem wir als Vegetarier schon mehr als genug Pizza und Burger zu uns genommen hatten, freuten wir uns sehr über diese Abwechslung.

Die Laguna Nimez

Einen Morgen spazierten wir durch die Stadt in Richtung Laguna Nimez. Lasst euch unbedingt im Hotel einen Stadtplan geben. In der Laguna Nimez sollen Flamingos und viele andere Vögel leben. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen.

Irgendwann war die Laguna dann auch ausgeschildert. Der Eintritt kostet ca. 3€. Und da war sie, mitten in der Stadt ein wahres kleines Naturparadies.

Hier war weit und breit kein Mensch zu sehen und so liefen wir den Rundweg entlang. Wir sahen viele Vögel und sogar eine Eule flog über uns ihre Kreise. Flamingos waren leider keine zu sehen. Ich war schon etwas traurig, da ich Flamingos so gerne mag aber ich wurde mit etwas anderem entschädigt. Plötzlich saß vor uns auf dem Weg ein Fuchs. Er war keine 2m entfernt. Wir blieben stehen und sahen noch einen Fuchs. Das war ein toller Moment, den ich nie vergessen werde.

Safari

Ein weiteres Highlight war die Safari am Nachmittag. Die Tour haben wir über das Hostel gebucht. Anbieter ist Patagonia Profunda und dauert 5 Stunden inkl. einer Mahlzeit. Die Tour findet 2x mal am Tag statt von 09.00-14.00 Uhr und 16.00-21.00 Uhr. Wir machten die Tour am Nachmittag.

Mit einem Jeep wurden wir am Hotel abgeholt und die Tour hat richtig viel Spaß gemacht. Unser Fahrer und Guide ein absolut cooler Typ. Er hat uns super viel erklärt und gezeigt. Es hat ganz viel Spaß gemacht. Neben unserem Guide waren wir nur 3 Leute auf der Tour. Mit uns im Jeep saß eine wirklich tolle und inspirierende Person, mit der wir heute noch in Kontakt stehen. Wenn ihr mehr über die Weltreise unserer Freundin Heather erfahren wollt schaut unbedingt auf ihrem Blog vorbei. Es lohnt sich.

Wir fuhren tief in das Valley, sahen auch hier einen Fuchs und den ersten Andenkondor weit oben im Himmel. Der Andenkondor hat übrigens eine Spannweite von 3 Metern. So hoch oben kann man nur erahnen wie groß er eigentlich ist. Um uns das zu veranschaulichen hat unser Guide uns eine Feder vom „König der Anden“ gezeigt.

Hier erlebt man eine wirklich unberührte Natur und eine fantastische Landschaft. Immer wieder sieht man Skelette herum liegen von verstorbenen Tieren. Das ist wirklich die wahre Wildnis. Unsere größte Hoffnung war es einen Puma zu sehen.

Mein absolutes Highlight waren aber ganz andere Tiere, die ich unbedingt sehen wollte, nämlich Guanakos. Wir sahen ein ganzes Rudel, stoppten und schlichen uns langsam heran. Normalerweise rennen sie bei der kleinsten Bewegung davon aber wir hatten Glück und kamen ihnen sehr nah. Wir nannten sie schon „Unsere Familie“. Doch irgendwann ertönte ein Warnschrei und die Herde bewegte sich davon.

Guanakos gehören zur Familie der Kamele und leben im westlichen und südlichen Südamerika. Diese Tiere sind so faszinierend. Einzelne Männchen stehlen sich manchmal Weibchen aus anderen Herden. Wie genau das aussieht konnten wir auf unserer Tour leider nicht miterleben. Die Tour kann ich jedem nur empfehlen. Auch der Halt an einem wunderschönen Ort mit Weitsicht ins Valley war einfach nur schön.

Zum Abschluss saßen wir noch in einer alten Estancia und haben zu Abend gegessen. Bei Wein und Käse saßen wir am Kamin und lauschten den Klängen des alten Plattenspielers. Das war Nostalgie pur. Einen Puma hatten wir leider nicht gesehen aber das war in dem Moment kein Thema mehr. Patagonia Profunda bietet übrigens auch noch andere Touren an. Leider hatten wir keine Zeit alle zu unternehmen.

Weitere Aktivitäten

El Calafate ist der ideale Ausgangspunkt um Touren in den Los Glaciers Nationalpark zu machen. Hier haben wir ein Ice Trekking auf dem Perito Moreno Glacier unternommen. Mehr dazu gibt es hier. Tagesausflüge nach El Chalten. Hier gibt es meinen Beitrag dazu. Die Schönheit des Mount Fitz Roy sollte man sich nicht entgehen lassen. Dann gibt es noch das Glaciarium, ein Museum indem ihr alles wissenswerte über Eis und Gletscher erfahrt.